Über Software und Kultur

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»Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft
der menschlichen Kreativität.«
(Joseph Beuys)

© Jan Ulrich Hasecke

Aktuelle Artikel

ActivityPub, der Turbo des Fediverse

22.6.2018

Kürzlich lief ein Toot durch meine Timeline, der bei mir ein kleines Aha-Erlebnis auslöste. Ein gewisser dada listet in der Nachricht vier Software-Projekte auf, die auf dem neuen W3C-Standard ActivityPub aufbauen. Neben die Namen der Projekte setzte er die Flagge des Landes, aus dem der Hauptentwickler stammt. In den Kommentaren werden weitere Projekte aufgezählt. Allen gemeinsam ist, dass ihre Schöpfer keine US-Amerikaner sind. Fast hat es den Anschein, als würden die USA, wo die großen proprietären Internetplattform entstanden sind, die Milliarden Menschen ausspionieren und ihren Erfindern einen unanständig großen Reichtum verschafft haben, als würde das innovationsversessene Silicon Valley die faszinierendste Entwicklung der letzten Jahre im Internet verschlafen.

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Briar

14.5.2018

Vor einiger Zeit wurde der Messenger Briar in der Version 1.0 veröffentlicht. Eine solches Release ist immer ein Einschnitt. Die Beta-Phase der Entwicklung ist offiziell beendet. Man hat es mit einem fertigen Programm zu tun, das man an seinen Ansprüchen messen kann. Und die sind hoch gesteckt. Briar will uns umfassend gegen Zensur und Überwachung schützen. Briar schützt vor der Überwachung von Metadaten (Wer mit wem chattet), der Überwachung der Inhalte (Worüber gechattet wird), der Zensur von Inhalten durch Filter, der Unterbrechung des Chats durch Takedown-Order, Denial-of-Service-Attacken, der Unterbrechung von Kommunikation durch Ausschalten des Internets.

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Hubzilla versus Mastodon

11.4.2018

In den letzten Wochen habe ich die beiden sozialen Netzwerke Hubzilla und Mastodon getestet. Dabei habe ich festgestellt, dass die beiden Netzwerke, obwohl sie so häufig in einem Atemzug genannt werden, unterschiedlicher nicht sein könnten. Installation Mastodon nutzt einen modernen Software-Stack, der einen entsprechend hohen Installationsaufwand nach sich zieht. Das Backend ist in Ruby on Rails programmiert, das GUI nutzt React.js. Als Datenbank kommen Redis und PostgreSQL zum Einsatz und als Volltext-Suchmmaschine Elasticsearch.

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Movim

19.1.2018

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich ein Faible für Dinge habe, die sich abseits des Mainstreams entwickeln. Auch in diesem Beitrag geht es um eine Software, die kaum jemand kennen dürfte: Movim. Movim ist ein verteiltes Soziales Netzwerk, das auf XMPP aufbaut. XMPP ist ein offenes und standardisiertes Instant Messaging Protokoll, das unter anderem die Grundlage für den Messenger-Dienst Jabber bildet. Seitdem der US-Dienst WhatsApp den Messenger-Markt beherrscht, ist XMPP etwas in Vergessenheit geraten, obwohl auch WhatsApp XMPP nutzt.

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Syncthing statt Cloud

10.1.2018

Immer wieder sendet mir jemand größere Dateien über einen Cloud-Service zu. Ich bekomme dann per E-Mail einen Link zugesendet, über den ich im Webbrowser zum Download gelange. Die Daten, die ich über diesen Weg bekomme, sind zwar vertraulich, aber nicht geheim. In der Regel sind es Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen, für die ich als Werbetexter schöne Worte finden soll. Aber ich frage mich schon, ob die Unternehmen auch personenbezogene, sehr vertrauliche oder sogar geheime Daten ebenfalls über einen solchen Service versenden.

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Mu4e

12.11.2017

Früher habe ich eine Zeit lang mutt und gnus benutzt, um E-Mails zu lesen. Mutt ist ein Mailprogramm für die Kommandozeile. Mit Neomutt ist gerade ein Nachfolger dieses beliebten Programms erschienen. Gnus ist vermutlich der beste Newsreader, den es je gab. Ich habe ihn früher sowohl für News als auch für Mail benutzt. Seit dem Ende des Usenets kann gnus seine Stärken aber nicht mehr richtig ausfahren. Seine E-Mail-Funktionen waren immer ein wenig umständlich implementiert.

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Mit Delta Chat per E-Mail chatten

15.10.2017

Delta Chat ist ein Messenger für Android, der einen ganz anderen Weg geht, als alle anderen. Er implementiert weder ein neues eigenes Kommunikationsprotokoll, noch das weit verbreitete Messenger-Protokoll XMPP und auch keine hippen Blockchain-Technologien. Delta Chat nutzt verschiedene Standards aus dem E-Mail-Bereich, um Nachrichten hin- und herzuschicken. Das bedeutet, man benutzt Delta Chat über seinen normalen E-Mail-Account. Im Folgenden möchte ich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Vor- und Nachteile dieses Ansatzes auflisten.

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Podcasts verwalten mit git-annex

15.9.2017

Ich habe bereits vor ein paar Jahren über git annex geschrieben und war damals zu einem ernüchternden Fazit gekommen. In mehreren Updates musste ich über Schwierigkeiten mit dem Programm berichten. Es gibt aber einen Anwendungsbereich, in dem git annex brav seine Dienste verrichtet und zwar bei der Verwaltung von Podcasts. Mit dem Befehl git-annex importfeed lassen sich Podcasts importieren. Auf meinem Mediacenter, einem Raspberry 3 mit Kodi, sorgt ein Skript dafür, dass Podcast, die mich interessieren, heruntergeladen werden.

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Tiny Tiny RSS & Shaarli

31.8.2017

Als ich nach Münster fuhr, um mir die Skulptur Projekte anzuschauen, wollte ich auf Diaspora über meine Eindrücke bloggen. Aber Dandelion* meinte, meine Bilder seien zu groß. Aus meiner Reportage wurde nichts. Ich ließ es bei drei Posts bewenden und konzentrierte mich auf die Kunst vor Ort. Gerne hätte ich das Titelbild dieses Artikels gepostet, das einen Teil der Skulptur »Sketch for a Fountain« von Nicole Eisenman zeigt. Aber die Technik stand meiner Kreativität im Wege.

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Als wenn ich mir das Rauchen abgewöhnen wollte

1.8.2017

Im Moment ertappe ich mich bei einer ganz ähnlichen Handlungsweise. Ich probiere alle möglichen sozialen Netze aus, um von Twitter loszukommen. Seit ein paar Jahren habe ich ein Diaspora-Konto, wo ich mittlerweile fast eben so viele Kontakte habe, wie auf Twitter. Die Qualität der Interaktion ist auf Diaspora meist deutlich höher als auf Twitter. Vor einigen Tagen habe ich dann noch ein Mastodon- und ein GNU-Social-Konto eröffnet. Vordergründig tat ich das nicht, um mir die sozialen Netze abzugewöhnen.

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Webdesign – nicht mein Ding

19.7.2017

Seitdem ich Hugo benutze, um meine Websites zu generieren, lerne ich sehr viel über CSS. 2001 fing ich an, das Python CMS Plone zu nutzen. Das Standardlayout war so gut, dass ich fortan bloß noch leichte Modifikationen am Layout für meine jeweiligen Websites vornahm. Man kann also sagen, dass ich die gesamte Entwicklung von CSS verpennt habe. Hugo brachte mich dazu, mich wieder mit HTML und CSS auseinanderzusetzen. Daher fühle ich mich gerade wie ein Zeitreisender, der aus dem Jahr 2001 ins Jahr 2017 versetzt wurde und eine neue Welt vorfindet.

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Notizen unter Linux scannen

23.5.2017

Von Zeit zu Zeit möchte ich handschriftliche Notizen einscannen und platzsparend speichern. Speicherplatz ist zwar billig, aber spätestens dann, wenn ich die Notizen versenden möchte, hätte ich gerne eine möglichst kleine Datei. Mit den Ergebnissen meines Scanners war ich immer unzufrieden. Dann entdeckte ich Noteshrink. Noteshrink optimiert eingescannte handschriftliche Notizen, reduziert dabei die Datenmenge und speichert das Ergebnis als handliche PDF-Datei ab. Das Skript stammt von Matt Zucker. In einem Blog-Artikel beschreibt er, wie das Programm funktioniert.

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