Über Software und Kultur

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»Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft
der menschlichen Kreativität.«
(Joseph Beuys)

© Jan Ulrich Hasecke
13.5.2019

Ebenen, auf English ›Layer‹, ermöglichen eine recht flexible Gestaltung des Seitenlayouts in ConTeXt. Durch Ebenen ist es möglich, Elemente unabhängig vom Verlauf des Fließtextes an einer bestimmten Stelle auf der Seite zu platzieren. Mit Hilfe von Ebenen ist es zum Beispiel möglich, ein Bild am oberen Seitenrand im Anschnitt zu positionieren. Drei Innenseiten eines Faltblatts mit drei Bildern, die am oberen Seitenrand im Anschnitt positioniert sind. Auf den Innenseiten unserer Faltblätter erscheinen drei Bilder oben im Anschnitt. Weiter →

18.3.2019

Im dritten Teil der Artikelserie geht es um einige Besonderheiten in den ConTeXt-Dateien, mit denen wir bei Hostsharing sechsseitige Flyer im Format DIN lang erstellen. Ausgangspunkt für unsere Lösung war ein Template von Marco Patzer, das er in der ConTeXt-Mailingliste bereitstellte. Das Template half uns in wesentlichen Punkten weiter. Das Seitenformat Die sechsseitigen Faltblätter, um die es hier geht, sind nichts anderes als zweimal gefaltete DIN A4 Seiten. Prinzipiell gibt es zwei Faltungsmethoden: die Zickzack-Faltung und den Altarfalz. Weiter →

16.3.2019

Nach einer Reihe von Experimenten in 2018 haben wir uns Anfang dieses Jahres dazu entschlossen, unsere Werbemittel künftig mit ConTeXt zu erstellen. Der Weg zu einem funktionierenden Workflow war nicht einfach, denn bevor wir überhaupt mit der Printproduktion starten konnten, mussten wir ein ganz grundsätzliches Problem lösen. Am Anfang war die Farbe In der Vergangenheit haben wir die Erfahrung gemacht, dass die RGB-Farbtöne, die wir für die Website benutzen, im Druck sehr unterschiedlich ausfielen, je nachdem, welcher Grafiker die Werbemittel produzierte. Weiter →

15.3.2019

Auch 42 Jahre nach seiner Geburt ist TeX als Satzprogramm aus der Welt des Desktop Publishings nicht mehr wegzudenken.1 TeX ist jedoch in all den Jahren immer ein Programm für den Mengensatz geblieben. Beim Akzidenzsatz konnte TeX nie glänzen. Ab und zu wird das Programm für ein wissenschaftliches Konferenz-Poster benutzt. Wenn es aber darum geht, echte Werbemittel wie Flyer oder Plakate zu gestalten, greift kaum jemand zu TeX. Hier beherrscht mittlerweile Adobe mit seinem Indesign-Monopol das Feld. Weiter →

27.8.2018

Gestern habe ich im Rahmen der FrOSCon im Projektraum der Hostsharing eG das Barcamp »Gemeinschaftliche Infrastruktur moderiert. Wir fragten uns: »Wie kann man Social-Media- und Code-Hosting-Plattformen in einem Verein oder in einer Genossenschaft nachhaltig betreiben?« Dies ist kein offizieller Bericht im Namen der Teilnehmer, sondern mein eigenes sehr subjektives Fazit. Dieser Link führt zum Programm und den Pads, in denen wir die einzelnen Sessions protokolliert haben. Ich würde mich freuen, wenn die anderen Teilnehmer ihre Eindrücke ebenfalls zusammenfassen würden, sodass ich sie hier verlinken kann. Weiter →

22.6.2018

Kürzlich lief ein Toot durch meine Timeline, der bei mir ein kleines Aha-Erlebnis auslöste. Ein gewisser dada listet in der Nachricht vier Software-Projekte auf, die auf dem neuen W3C-Standard ActivityPub aufbauen. Neben die Namen der Projekte setzte er die Flagge des Landes, aus dem der Hauptentwickler stammt. In den Kommentaren werden weitere Projekte aufgezählt. Allen gemeinsam ist, dass ihre Schöpfer keine US-Amerikaner sind. Fast hat es den Anschein, als würden die USA, wo die großen proprietären Internetplattform entstanden sind, die Milliarden Menschen ausspionieren und ihren Erfindern einen unanständig großen Reichtum verschafft haben, als würde das innovationsversessene Silicon Valley die faszinierendste Entwicklung der letzten Jahre im Internet verschlafen. Weiter →

14.5.2018

Vor einiger Zeit wurde der Messenger Briar in der Version 1.0 veröffentlicht. Eine solches Release ist immer ein Einschnitt. Die Beta-Phase der Entwicklung ist offiziell beendet. Man hat es mit einem fertigen Programm zu tun, das man an seinen Ansprüchen messen kann. Und die sind hoch gesteckt. Briar will uns umfassend gegen Zensur und Überwachung schützen. Briar schützt vor der Überwachung von Metadaten (Wer mit wem chattet), der Überwachung der Inhalte (Worüber gechattet wird), der Zensur von Inhalten durch Filter, der Unterbrechung des Chats durch Takedown-Order, Denial-of-Service-Attacken, der Unterbrechung von Kommunikation durch Ausschalten des Internets. Weiter →

11.4.2018

In den letzten Wochen habe ich die beiden sozialen Netzwerke Hubzilla und Mastodon getestet. Dabei habe ich festgestellt, dass die beiden Netzwerke, obwohl sie so häufig in einem Atemzug genannt werden, unterschiedlicher nicht sein könnten. Installation Mastodon nutzt einen modernen Software-Stack, der einen entsprechend hohen Installationsaufwand nach sich zieht. Das Backend ist in Ruby on Rails programmiert, das GUI nutzt React.js. Als Datenbank kommen Redis und PostgreSQL zum Einsatz und als Volltext-Suchmaschine Elasticsearch. Weiter →

19.1.2018

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich ein Faible für Dinge habe, die sich abseits des Mainstreams entwickeln. Auch in diesem Beitrag geht es um eine Software, die kaum jemand kennen dürfte: Movim. Movim ist ein verteiltes Soziales Netzwerk, das auf XMPP aufbaut. XMPP ist ein offenes und standardisiertes Instant Messaging Protokoll, das unter anderem die Grundlage für den Messenger-Dienst Jabber bildet. Seitdem der US-Dienst WhatsApp den Messenger-Markt beherrscht, ist XMPP etwas in Vergessenheit geraten, obwohl auch WhatsApp XMPP nutzt. Weiter →

10.1.2018

Immer wieder sendet mir jemand größere Dateien über einen Cloud-Service zu. Ich bekomme dann per E-Mail einen Link zugesendet, über den ich im Webbrowser zum Download gelange. Die Daten, die ich über diesen Weg bekomme, sind zwar vertraulich, aber nicht geheim. In der Regel sind es Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen, für die ich als Werbetexter schöne Worte finden soll. Aber ich frage mich schon, ob die Unternehmen auch personenbezogene, sehr vertrauliche oder sogar geheime Daten ebenfalls über einen solchen Service versenden. Weiter →

12.11.2017

Früher habe ich eine Zeit lang mutt und gnus benutzt, um E-Mails zu lesen. Mutt ist ein Mailprogramm für die Kommandozeile. Mit Neomutt ist gerade ein Nachfolger dieses beliebten Programms erschienen. Gnus ist vermutlich der beste Newsreader, den es je gab. Ich habe ihn früher sowohl für News als auch für Mail benutzt. Seit dem Ende des Usenets kann gnus seine Stärken aber nicht mehr richtig ausfahren. Seine E-Mail-Funktionen waren immer ein wenig umständlich implementiert. Weiter →

15.10.2017

Delta Chat ist ein Messenger für Android, der einen ganz anderen Weg geht, als alle anderen. Er implementiert weder ein neues eigenes Kommunikationsprotokoll, noch das weit verbreitete Messenger-Protokoll XMPP und auch keine hippen Blockchain-Technologien. Delta Chat nutzt verschiedene Standards aus dem E-Mail-Bereich, um Nachrichten hin- und herzuschicken. Das bedeutet, man benutzt Delta Chat über seinen normalen E-Mail-Account. Im Folgenden möchte ich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Vor- und Nachteile dieses Ansatzes auflisten. Weiter →

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