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27.8.2018

Gestern habe ich im Rahmen der FrOSCon im Projektraum der Hostsharing eG das Barcamp »Gemeinschaftliche Infrastruktur moderiert. Wir fragten uns: »Wie kann man Social-Media- und Code-Hosting-Plattformen in einem Verein oder in einer Genossenschaft nachhaltig betreiben?« Dies ist kein offizieller Bericht im Namen der Teilnehmer, sondern mein eigenes sehr subjektives Fazit. Dieser Link führt zum Programm und den Pads, in denen wir die einzelnen Sessions protokolliert haben. Ich würde mich freuen, wenn die anderen Teilnehmer ihre Eindrücke ebenfalls zusammenfassen würden, sodass ich sie hier verlinken kann. Weiter →

22.6.2018

Kürzlich lief ein Toot durch meine Timeline, der bei mir ein kleines Aha-Erlebnis auslöste. Ein gewisser dada listet in der Nachricht vier Software-Projekte auf, die auf dem neuen W3C-Standard ActivityPub aufbauen. Neben die Namen der Projekte setzte er die Flagge des Landes, aus dem der Hauptentwickler stammt. In den Kommentaren werden weitere Projekte aufgezählt. Allen gemeinsam ist, dass ihre Schöpfer keine US-Amerikaner sind. Fast hat es den Anschein, als würden die USA, wo die großen proprietären Internetplattform entstanden sind, die Milliarden Menschen ausspionieren und ihren Erfindern einen unanständig großen Reichtum verschafft haben, als würde das innovationsversessene Silicon Valley die faszinierendste Entwicklung der letzten Jahre im Internet verschlafen. Weiter →

14.5.2018

Vor einiger Zeit wurde der Messenger Briar in der Version 1.0 veröffentlicht. Eine solches Release ist immer ein Einschnitt. Die Beta-Phase der Entwicklung ist offiziell beendet. Man hat es mit einem fertigen Programm zu tun, das man an seinen Ansprüchen messen kann. Und die sind hoch gesteckt. Briar will uns umfassend gegen Zensur und Überwachung schützen. Briar schützt vor der Überwachung von Metadaten (Wer mit wem chattet), der Überwachung der Inhalte (Worüber gechattet wird), der Zensur von Inhalten durch Filter, der Unterbrechung des Chats durch Takedown-Order, Denial-of-Service-Attacken, der Unterbrechung von Kommunikation durch Ausschalten des Internets. Weiter →

11.4.2018

In den letzten Wochen habe ich die beiden sozialen Netzwerke Hubzilla und Mastodon getestet. Dabei habe ich festgestellt, dass die beiden Netzwerke, obwohl sie so häufig in einem Atemzug genannt werden, unterschiedlicher nicht sein könnten. Installation Mastodon nutzt einen modernen Software-Stack, der einen entsprechend hohen Installationsaufwand nach sich zieht. Das Backend ist in Ruby on Rails programmiert, das GUI nutzt React.js. Als Datenbank kommen Redis und PostgreSQL zum Einsatz und als Volltext-Suchmaschine Elasticsearch. Weiter →

19.1.2018

Wer diesen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich ein Faible für Dinge habe, die sich abseits des Mainstreams entwickeln. Auch in diesem Beitrag geht es um eine Software, die kaum jemand kennen dürfte: Movim. Movim ist ein verteiltes Soziales Netzwerk, das auf XMPP aufbaut. XMPP ist ein offenes und standardisiertes Instant Messaging Protokoll, das unter anderem die Grundlage für den Messenger-Dienst Jabber bildet. Seitdem der US-Dienst WhatsApp den Messenger-Markt beherrscht, ist XMPP etwas in Vergessenheit geraten, obwohl auch WhatsApp XMPP nutzt. Weiter →

10.1.2018

Immer wieder sendet mir jemand größere Dateien über einen Cloud-Service zu. Ich bekomme dann per E-Mail einen Link zugesendet, über den ich im Webbrowser zum Download gelange. Die Daten, die ich über diesen Weg bekomme, sind zwar vertraulich, aber nicht geheim. In der Regel sind es Informationen über neue Produkte und Dienstleistungen, für die ich als Werbetexter schöne Worte finden soll. Aber ich frage mich schon, ob die Unternehmen auch personenbezogene, sehr vertrauliche oder sogar geheime Daten ebenfalls über einen solchen Service versenden. Weiter →

12.11.2017

Früher habe ich eine Zeit lang mutt und gnus benutzt, um E-Mails zu lesen. Mutt ist ein Mailprogramm für die Kommandozeile. Mit Neomutt ist gerade ein Nachfolger dieses beliebten Programms erschienen. Gnus ist vermutlich der beste Newsreader, den es je gab. Ich habe ihn früher sowohl für News als auch für Mail benutzt. Seit dem Ende des Usenets kann gnus seine Stärken aber nicht mehr richtig ausfahren. Seine E-Mail-Funktionen waren immer ein wenig umständlich implementiert. Weiter →

15.10.2017

Delta Chat ist ein Messenger für Android, der einen ganz anderen Weg geht, als alle anderen. Er implementiert weder ein neues eigenes Kommunikationsprotokoll, noch das weit verbreitete Messenger-Protokoll XMPP und auch keine hippen Blockchain-Technologien. Delta Chat nutzt verschiedene Standards aus dem E-Mail-Bereich, um Nachrichten hin- und herzuschicken. Das bedeutet, man benutzt Delta Chat über seinen normalen E-Mail-Account. Im Folgenden möchte ich, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Vor- und Nachteile dieses Ansatzes auflisten. Weiter →

15.9.2017

Ich habe bereits vor ein paar Jahren über git annex geschrieben und war damals zu einem ernüchternden Fazit gekommen. In mehreren Updates musste ich über Schwierigkeiten mit dem Programm berichten. Es gibt aber einen Anwendungsbereich, in dem git annex brav seine Dienste verrichtet und zwar bei der Verwaltung von Podcasts. Mit dem Befehl git-annex importfeed lassen sich Podcasts importieren. Auf meinem Mediacenter, einem Raspberry 3 mit Kodi, sorgt ein Skript dafür, dass Podcast, die mich interessieren, heruntergeladen werden. Weiter →

31.8.2017

Als ich nach Münster fuhr, um mir die Skulptur Projekte anzuschauen, wollte ich auf Diaspora über meine Eindrücke bloggen. Aber Dandelion* meinte, meine Bilder seien zu groß. Aus meiner Reportage wurde nichts. Ich ließ es bei drei Posts bewenden und konzentrierte mich auf die Kunst vor Ort. Gerne hätte ich das Titelbild dieses Artikels gepostet, das einen Teil der Skulptur »Sketch for a Fountain« von Nicole Eisenman zeigt. Aber die Technik stand meiner Kreativität im Wege. Weiter →

1.8.2017

Im Moment ertappe ich mich bei einer ganz ähnlichen Handlungsweise. Ich probiere alle möglichen sozialen Netze aus, um von Twitter loszukommen. Seit ein paar Jahren habe ich ein Diaspora-Konto, wo ich mittlerweile fast eben so viele Kontakte habe, wie auf Twitter. Die Qualität der Interaktion ist auf Diaspora meist deutlich höher als auf Twitter. Vor einigen Tagen habe ich dann noch ein Mastodon- und ein GNU-Social-Konto eröffnet. Vordergründig tat ich das nicht, um mir die sozialen Netze abzugewöhnen. Weiter →

19.7.2017

Seitdem ich Hugo benutze, um meine Websites zu generieren, lerne ich sehr viel über CSS. 2001 fing ich an, das Python CMS Plone zu nutzen. Das Standardlayout war so gut, dass ich fortan bloß noch leichte Modifikationen am Layout für meine jeweiligen Websites vornahm. Man kann also sagen, dass ich die gesamte Entwicklung von CSS verpennt habe. Hugo brachte mich dazu, mich wieder mit HTML und CSS auseinanderzusetzen. Daher fühle ich mich gerade wie ein Zeitreisender, der aus dem Jahr 2001 ins Jahr 2017 versetzt wurde und eine neue Welt vorfindet. Weiter →

23.5.2017

Von Zeit zu Zeit möchte ich handschriftliche Notizen einscannen und platzsparend speichern. Speicherplatz ist zwar billig, aber spätestens dann, wenn ich die Notizen versenden möchte, hätte ich gerne eine möglichst kleine Datei. Mit den Ergebnissen meines Scanners war ich immer unzufrieden. Dann entdeckte ich Noteshrink. Noteshrink optimiert eingescannte handschriftliche Notizen, reduziert dabei die Datenmenge und speichert das Ergebnis als handliche PDF-Datei ab. Das Skript stammt von Matt Zucker. In einem Blog-Artikel beschreibt er, wie das Programm funktioniert. Weiter →

2.3.2017

Mein Root-Server ist in die Jahre gekommen. Er läuft mit dem Linux-Kernel 2.6, die Distribution wird nicht mehr gepflegt und die Hardware ist veraltet. Was tun? Zweimal bin ich bisher mit meinen Websites auf einen neuen Server umgezogen. Jedesmal war es für mich ein vergleichsweise großer Aufwand mit viel negativem Stress. Wie alles begann Seit 15 Jahren habe ich einen eigenen Server. Im August 2002 fing ich an, meine Websites mit dem CMS Plone selbst zu hosten. Weiter →

28.2.2017

Wer Daten mit anderen Personen teilen will und dafür keinen Dienst in Trumpistan verwenden möchte, hat mittlerweile eine ganze Reihe von Möglichkeiten, dies sicher und vertraulich zu tun. Unternehmen greifen beim Teilen größerer Datenmengen gerne auf eigene Server oder Speicherdienste in der EU zurück. Eigene Server erfordern jedoch die gewisse Pflege und Speicherdienste in der EU lösen nicht das Grundproblem: die geteilten Daten befinden sich auf fremden Servern. Es gibt keine Cloud, sondern bloß fremde Festplatten. Weiter →

19.12.2016

Seit Anfang des Jahres bin ich Genosse der Hostsharing eG und betreibe alle meine Websites auf der hochverfügbaren Plattform der Hosting-Genossenschaft. Warum ich der Genossenschaft beigetreten bin und keinen eigenen Root-Server mehr betreibe, erkläre ich vielleicht in einem anderen Artikel noch einmal ausführlich. Hier nur soviel: Hostsharing bietet schon im kleinsten Webpaket Hochverfügbarkeit mit allem Pipapo. Hostsharing ist eine Genossenschaft; ich kann also die Geschäftspolitik als Mitglied mitbestimmen und bin nicht nur Kunde, sondern auch Miteigentümer. Weiter →

9.9.2016

Der Sommer ist vorbei, die letzten Herbstblumen blühen. Auf unserer Terrasse hat in diesem Jahr sehr viel geblüht. Im Mai ging es so richtig los. In diesem Jahr haben wir erstmals auch Herbstblumen gepflanzt, die erst ab August anfingen zu blühen. Aber vor allem waren wieder viele Malven dabei. Ein Foto zeigt unsere erste reife Tomate. Wir haben auf allen Balkonen Tomaten gezogen, die leider erst jetzt im September reif werden. Weiter →

17.8.2016

In my last German post I described the static site generator Hugo and mentioned that I am using a new selfmade theme for this blog called Phantom. Phantom ist a free, fully responsive site template designed by HTML5 UP. I ported the theme to Hugo which was quite easy. After a hint by Bjørn Erik Pedersen I refactored the theme to make use of the new block templates introduced with Hugo 0. Weiter →

24.7.2016

Wie alles begann Als ich 1998 mit dem Bloggen begann, war das Wort ›Weblog‹ in Deutschland noch nicht gebräuchlich. Man half sich mit Begriffen wie ›Internet-Tagebuch‹ oder ›Digital Diary‹, um ein literarisches Phänomen zu beschreiben, das noch völlig neu war. Und natürlich gab es damals auch noch keine Content-Management-Systeme, mit denen man seine Artikel im Netz veröffentlichte. Viele strickten ihre Webseiten damals mit der Hand. Sie schrieben komplette Webseiten mit einem Texteditor oder einem dieser grauenvollen WYSIWYG-Editoren, die nicht einmal im Ansatz valides HTML produzieren konnten. Weiter →

17.4.2016

Das interessanteste Dezentralisierungsprojekt, das ich in den letzten Monaten kennengelernt habe, ist ZeroNet. Es ist in Python programmiert und nutzt BitCoin- und Bittorrent-Technologien dazu, um Websites digital zu signieren und zu verteilen. Mehr dazu erfährt man in der Dokumentation. Grob gesprochen funktioniert ZeroNet folgendermaßen. Bei der Installation von ZeroNet wird ein Schlüssel erzeugt. Wenn man eine Website in ZeroNet anlegt, signiert man sie mit seinem Schlüssel und veröffentlicht sie in ZeroNet. Weiter →

22.2.2016

Privatsphäre schützen mit preiswerter Hardware Die Freedombox ist ein persönlicher Server, der die Privatsphäre schützt. Sie enthält eine Software-Sammlung, die auf dem Linux-Betriebssystem Debian basiert und auf preiswerter und stromsparender Hardware, wie zum Beispiel dem Raspberry Pi 2, installiert werden kann. Zur Unterstützung des Projekts wurde dieFreedomBox Foundation gegründet. Eben Moglen, Jura-Professor an der Columbia Law School und Gründer des Software Freedom Law Center, ist der Präsident der Foundation. Weiter →

18.2.2016

Die P2P-Revolution rollt Wenn man sich nach Kommunikationsmöglichkeiten umschaut, die Vertraulichkeit garantieren, so findet man schnell ein Dutzend Programme, die eine Lösung versprechen. Die Website prism-break.org, die nach den Enthüllungen von Edward Snowden eingerichtet worden ist, listet zahlreiche Programme auf. Man kann davon ausgehen, dass sich noch sehr viel mehr innovative Lösungen in der Entwicklung befinden, die hier nicht aufgeführt sind. Dezentrale Netzwerke, Verschlüsselung, Anonymität, Peer-to-Peer – diese Stichworte haben zurzeit Hochkonjunktur. Weiter →

4.1.2016

Obwohl ich schon länger nach einer dezentralen Twitter-Alternative gesucht habe, bin ich erst kürzlich auf Twister gestoßen. Twister ist anders als die übrigen Twitter-Klone, es baut konsequent auf P2P-Technologien wie Blockchain, Distributed Hash Tables und Bittorrent. Was ist faul an Twitter? Es gibt viel an Twitter auszusetzen. Ich will es kurz machen. Twitter ist eine proprietäre, zentrale Microblogging-Plattform, die einem US-amerikanischen Unternehmen gehört und damit rund um die Uhr von US-Geheimdiensten abgehört werden kann. Weiter →

27.12.2015

A hackable text editor for the 21st Century Read the blog post about from the GitHub team about going open source with AtomEditor. I am a long time Emacs-User, I have experience with Vim and my latest editor was Sublime Text which would be my editor of choice if the sidebar rendering bug was fixed. I am using editors to write, I am not a programmer. Take these words as a disclaimer, I used Atom the whole day, but I did not evaluate it systematically. Weiter →

12.8.2015

Rückblick Ich bin seit einem Vierteljahrhundert ein durchschnittlicher LaTeX-Nutzer. Ich lernte LaTeX auf meinem Atari Anfang der 90er Jahre, als ich meine Magisterarbeit schrieb. Seither benutze ich es intensiv. Aber ich bin nie in die inneren Geheimnisse von LaTeX vorgedrungen, die nötig wären, ein eigenes LaTeX-Paket zu schreiben. TeX/LaTeX ist vermutlich die einzige Software auf diesem Planeten, die nahezu unverändert bereits in der zweiten Generation benutzt wird. Meine Söhne schreiben, wie ich vor 25 Jahren, ihre Seminararbeiten mit LaTeX. Weiter →

6.5.2015

Das Deutsche Textarchiv ist ein computerlinguistisches Projekt. Es »stellt einen disziplinen- und gattungsübergreifenden Grundbestand deutschsprachiger Texte aus dem Zeitraum von ca. 1600 bis 1900 bereit. […] Um den historischen Sprachstand möglichst genau abzubilden, werden als Vorlage für die Digitalisierung in der Regel die Erstausgaben der Werke zugrunde gelegt. Das elektronische Volltextkorpus des DTA ist über das Internet frei zugänglich und dank seiner Aufbereitung durch (computer-)linguistische Methoden schreibweisentolerant über den gesamten jeweils verfügbaren Bestand durchsuchbar. Weiter →

18.11.2014

Vor einiger Zeit machte ein Freund mich auf BitTorrent Sync aufmerksam. Ich habe das Programm nun einige Wochen getestet und möchte es hier einmal vorstellen. WARNUNG BitTorrent Sync ist proprietäre Software der Firma BitTorrent Inc., die in den USA sitzen. Wir wissen nichts über Backdoors in dieser Software. Ich warne davor, ohne weitere Sicherheitsmaßnahmen Daten, die nicht in falsche Hände gelangen dürfen, mit BitTorrent Sync zu teilen. WARNUNG UPDATE Ein paar Leute haben sich BTSync genauer angeschaut. Weiter →

6.11.2014

Die beiden Programme werden als sicherer Dropbox-Ersatz im Zeitalter der totalen Überwachung angeboten. Ein Vergleich zeigt, dass es wichtige Unterschiede zwischen den Programmen gibt. Closed Source und Open Source Der augenfälligste Unterschied zwischen den beiden Programmen ist die Lizenz. Während Pulse ein Open-Source-Programm ist und unter der GNU General Public License vertrieben wird, ist BitTorrent Sync proprietäre Software. Wer also auf der Suche nach einem Programm mit offenem Quellcode ist, braucht ab hier nicht weiterzulesen. Weiter →

29.7.2014

Testleser finden Ende September 2013 begann ich mit der Arbeit an dem IT-Buch »Softwaredokumentation mit Sphinx«. Ich setzte damals die Software seit vielen Jahren selbst ein und hatte bereits ein Seminar zu dem Thema gehalten. Die Arbeit ging zügig voran und ich kümmerte mich frühzeitig um Testleser. Wenn ein Buch eine klar definierte Leserschaft hat, ist es relativ einfach, die richtigen Testleser zu finden. Sphinx ist eine Software zur Dokumentation von Software, die in der Programmiersprache Python geschrieben ist. Weiter →

28.4.2014

The source The original text source file of “Demeter and the Commons of Being” is a plain text file. I use markdown as a simplified markup language to mark headlines, footnotes and other text decorations. The advantage is that I can use a simple text editor to write my books. A markdown text file looks like this: # Baking Bread When people begin to bake their own bread, they are soon astonished at the simplicity of the task. Weiter →

26.12.2013

Eine gute und ein schlechte Nachricht vorweg. Zunächst die schlechte: git-annex ist ein Lösungsansatz für teilweise sehr komplexe Probleme, sodass eine gewisse Einarbeitungszeit notwendig ist, um die Konzepte, die dem Programm zugrunde liegen zu verstehen. Die gute Nachricht: Es gibt einen Assistenten mit Web-Interface, der die Nutzung stark vereinfacht. Was ist git-annex git-annex ist eine Erweiterung des Versionierungssystems Git. Git ist wie die meisten Versionierungssysteme optimiert für die Verwaltung von Textdateien. Weiter →

14.12.2013

Wer Bücher selbst publiziert, wird sehr schnell zu der Erkenntnis gelangen, dass es unumgänglich ist, die Print- und E-Book-Ausgabe möglichst auf Knopfdruck aus einer Quelle zu produzieren. An anderer Stelle habe ich vor einiger Zeit das Dokumentationssystem Sphinx beschrieben. Sphinx ist zur Dokumentation von Software entwickelt worden, es benutzt LaTeX zur Erzeugung der PDF-Version und ist damit ideal geeignet, um typografisch ansprechende Druckwerke herzustellen. Die Generierung von E-Books im ePub-Format ist zumindest in der Entwicklungsversion ebenfalls sehr zufriedenstellend. Weiter →

12.7.2013

Dicke Bohnen, auch Saubohnen, Schweinsbohnen, Favabohnen, Ackerbohnen, Große Bohnen, Pferdebohnen, Viehbohnen, Faberbohnen oder Puffbohnen genannt, sind vielleicht auf den ersten Blick nicht jedermanns Sache. Sie sehen ein wenig unförmig aus, erinnern an Omas alten Garten der an die dicken Bohnen im Glas, die nicht wirklich gut schmecken. Dabei sind sie köstlich, wenn man sie frisch zubereitet. (Warnung: einige Menschen können die Bohnen nicht vertragen. Lest den Wikipedia-Artikel zur Ackerbohne) Dicke Bohnen mit Speck war das Lieblingsgericht meines Vaters. Weiter →

14.6.2013

tl:dr Hallo liebe Self-Publisher, denkt ihr eigentlich nur an eure Verkaufszahlen oder verschwendet ihr ab und zu auch einen Gedanken an die Nachwelt – will heißen an die armen Literaturwissenschaftlerinnen, die eure Werke einmal erforschen müssen? Wenn euch der Nachruhm wichtig ist, solltet ihr diesen unermüdlich emsigen Wissenschaftlerinnen entgegenkommen, indem ihr die Entstehungsgeschichte eurer Werke protokolliert. Einige von euch schreiben vielleicht Tagebuch und vermerken darin die Anzahl der Anschläge, die sie geschafft haben. Weiter →

14.6.2013

tl:dr Wer als Self-Publisher ein Buch produzieren will, steht plötzlich vor einer Aufgabe, für die man früher eine mehrjährige Lehre absolvieren musste. Schriftsetzer war einmal ein geachteter Ausbildungsberuf. Die Textverarbeitungsprogramme, allen voran die Plage aus Redmond, haben einem Beruf, in dem sich Kunst und Handwerk vereinigten, den Gar ausgemacht. Schriftsetzer wurden überflüssig, obwohl die Textverarbeitungsprogramme den Schriftsetzer keineswegs ersetzten. Sie haben aus Laien keine Typographen gemacht. Sie haben bloß Mist hoffähig gemacht. Weiter →

14.6.2013

Sphinx installieren Der große Augenblick ist da. Das Probeexemplar deines neuen Buches trudelt ein. Du reißt das Paket auf und hältst dein Werk endlich in den Händen. Stolz beginnst du zu blättern und entdeckst auf Seite 56, was nach dutzendfachem Korrekturlesen unentdeckt blieb: einen Tippfehler. Dumm gelaufen. Aber eine Katastrophe ist das nicht. Schnell ist der Fehler korrigiert und die Druckvorlage wieder zum Dienstleister hochgeladen. Aber halt! In der E-Book-Ausgabe muss der Fehler ja auch korrigiert werden. Weiter →

14.6.2013

Der erste Computer, den ich zum Schreiben nutzte, gehörte einem Freund. Es war ein Schneider Joyce Schreibcomputer. Mein erster eigener Computer war ein Atari 1040STF, der nach einigen Jahren durch einen Pentium-Rechner abgelöst wurde, auf dem ich zunächst NeXTStep und anschließend Linux installierte. 2006 kauft ich mir ein Apple Notebook mit dem Betriebssystem Tiger. Ein paar Jahre später folgte ein MacBook mit Snow Leopard. Und diesen Text schreibe ich an einem PC, der mit einem 64-Bit Linux läuft. Weiter →

18.5.2013

Die Funktion existiert wohl seit einiger Zeit, mir ist sie jedoch erst heute bekannt geworden. Wer häufig kostenlose E-Books im Internet herunterlädt und nicht weiß, wie er sie am besten lesen soll, sollte sich diese Funktion einmal anschauen. Öffnen Sie https://play.google.com/books und klicken Sie auf ›Meine Bücher‹. In der linken Spalte gibt es den Menüpunkt ›Uploads‹, über den man zu den Büchern gelangt, die man selbst hochgeladen hat. Wenn man noch nie ein Buch hochgeladen hat, ist dieser Bereich leer. Weiter →

22.4.2013

Von jedem in Deutschland veröffentlichten Werk sind zwei Exemplare an die DNB abzuliefern. Was wie eine typisch deutsche Verordnung von oben daherkommt, hat einen sinnvollen Hintergrund. Jeder hofft in seiner Bibliothek das Buch vorzufinden, das er gerade sucht. Und von einer Nationalbibliothek erwarten wir, dass sie schlichtweg jedes Buch, das jemals im deutschen Sprachraum geschrieben wurde, vorrätig hat. Also gibt es ein Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek und eine Verordnung über die Pflichtablieferung von Medienwerken an die Deutsche Nationalbibliothek. Weiter →

3.3.2013

This is the beginning of a chapter in my book about the polish filmmaker Krzysztof Kieslowski Sphinx was built to generate the documentation of the Python programming language. Sphinx uses one input source to generate multiple output formats. The most important formats are HTML for web publishing, PDF typeset with LaTeX for printed books and ePub as ebook format. Most self publisher want to publish their work as printed books and as ebook. Weiter →

12.11.2011

There are several DVCS around: Bazaar, Mercurial and Git. What I am going to cover here, can be accomplished by each of them. In my examples I refer to Bazaar. You will find notes on how to install the software on the homepage of each system. It is always very easy. To use the DVCS open a terminal on Linux and Mac OS X or the command line interpreter under Windows and change into the directory where you want to write your novel. Weiter →

12.11.2011

12 Jahrgänge als E-Book 1998 fing ich mit dem Sudelbuch an. Zunächst unter einem Tilde-Account bei einem Webspace-Anbieter, dann auf der eigenen Domain sudelbuch.de veröffentlichte ich täglich satirische Texte und Fortsetzungsgeschichten im Internet. ›Täglich tagesfrische Sudeleien‹ lautete es im Seitenkopf, der ziemlich verunstaltet in der Waybackmachine noch begutachtet werden kann. Das Besondere an diesem Online-Tagebuch, wie Blogs damals noch genannt wurden, war der Versand der Texte per E-Mail. Dies schuf eine sehr persönliche Leserbindung. Weiter →

18.10.2011

Der Betrag mit dem Titel »Anwenderemanzipation – Wie Nutzer die Softwareentwicklung beeinflussen können« beschreibt die Möglichkeiten am Beispiel der Python-, Zope- und Plone-Community. »Obwohl Open-Source-Communities gemeinhin als user groups also als Gemeinschaften von Softwarenutzern gesehen werden, ist die Einbindung der Anwender in den Entwicklungsprozess von Open-Source-Software nicht per se gewährleistet. Die meisten Anwender sind weit davon entfernt, direkten Einfluss auf die Entwicklung der Software zu nehmen, obwohl Open-Source-Software zahlreiche Mitwirkungsmöglichkeiten bietet. Weiter →

25.8.2011

Books analyzing »Rosebud« are legion. What I want to say is that there are words that reminds us of our childhood or of another crucial time of our live. »On The Road« is reminiscent of the most creative time of my life. I read »On The Road« when I was 25. I just made my first movie and started my first novel. As Charles Foster Kane lost something vaguely describable as childhood I lost this special kind of creativity you have when you are young, enthusiastic and desperate. Weiter →

1.4.2011

Zotero the better bookmark implementation I never used bookmarks a lot, because there is Google and when I need to look up something I’ll find it there. In fact the use of bookmarks are quite limited. It is only a mean to memorize the location of a webpage. When I forgot the URL of a webpage I can either search for it on Google or in my bookmarks. In either case I get the url in some seconds, if – and only if I bookmarked the page. Weiter →

11.1.2011

Plain text rules! If you wrote your first poems in the late 80s with a simple texteditor, you are lucky. Take the file, fire up any decent text editor, load the file and be ashamed of ever having written such stuff. Maybe you’ll encounter some encoding problems, when you did not use ASCII-encoding, some special characters might look strange. But this is fixed in minutes with ›find‹ and ›replace‹. It is really simple. Weiter →

11.2.2009

Mind posterity, author! Don’t you daydream that some day legions of scientists analyze your writings to find out, when you get for the first time the idea to make a tiny alien called Glimpsy the hero of your novels? Sure you do. And you can make research easier for them if you use a version control system. WTF is a version control system? A version control system is something to keep track of changes in code. Weiter →

26.3.2008

Trasure Island is peppered with nautical expressions and the slang of buccaneers. While I found most of the nautical expressions in my dictionary, though it leaves me musing about the meaning of the German translation, I could not find some of the idiomatic phrases. From time to time I came across a word which was used in quite a different manner than I was used to, so I looked into my dictionary, but could not find an appropriate meaning. Weiter →

20.10.2007

Since last year I have been reading Tristram Shandy, the famous masterpiece from Lawrence Sterne, and last sunday I finished this book, which still seems more modern than most of the stuff, which floods the market nowadays. It was the second time I read it. My first reading was in the eighties of the last century, when I read the German translation. Now I read the original version. In fact, an’ please your honour, I have not only read it twice, but thrice, because I always had the German translation at hand to peek into it, if I had to surrender to Sterne’s Shandyism. Weiter →

19.10.2007

Bean ist das Böhnchen unter den Textverarbeitungsprogrammen für Mac OS X: vollständig in Cocoa integriert kommt es als praktisches Leichtgewicht daher. Dabei kann Bean vieles, was beim Schreiben von Texten unentbehrlich ist: Anzeige der Wort- und Zeichenanzahl in der Fußleiste Ausführliche Statistik Ein großer Zoom-Schiebregler, mit dem man die Anzeige ruckzuck verändern kann Ein Inspektor-Panel zur Einstellung der Zeichensatz-Stile Backups mit Zeitstempel Automatisches Sichern Eine Option, mit der man sich zur Augenschonung den Text in einer anderen Farbe anzeigen lassen kann (z. Weiter →

16.10.2007

En printempo 2006 ni hazarde legis pri granda loĝejo en nia loka gazeto, kiun ni nur tre malofte aĉetas. Estis anonco kun ĉifro kaj mi kun malmulte da espero alskribis la homojn. Sed ili respondis, ni alrigardis la loĝejon, ili malaltiĝis la luprezon kaj ni lui finfine la loĝejon, por kiu ni pli malmulte devas pagi ol por nia malnova. Ni luis ekde aŭgusto kaj ĉar ni devas resti ĝis fino de aŭgusto en nia malnova loĝejo, ni havis sufiĉe da tempo por renovigi la novan. Weiter →

16.10.2007

Entscheidend ist, was hinten herauskommt Als Werbetexter und Buchautor habe ich reichlich Erfahrung in der Erstellung von Texten am Computer. Allerdings war, wie ich feststellen musste, meine Sichtweise auf die Programme, die ich bisher genutzt habe, etwas einseitig. Bisher habe ich die Programme danach beurteilt, was hinten herauskommt. Und dabei waren mir vor allem zwei Dinge wichtig: standardkonforme portable Textformate und typografische Eleganz. Dies ist auch der Grund, warum ich seit Anfang der 90er Jahre immer noch mit dem gleichen Programm arbeite: LaTeX. Weiter →

1.1.1998

Netzliteratur muß in erster Linie Literatur sein, will sie nicht nichts sein. Dies ist kein Wortspiel, weder im ersten Halbsatz, noch im zweiten. Sobald wir von Literatur im und durch das Netz sprechen können, und nicht von Netzkunst im allgemeinen, wird diese Netzliteratur Literatur sein und als solche von der Kontinuität der Sprache und des Mythos geprägt sein. Die fast bruchlose Kontinuität von Sprache und Mythos ist so selbstverständlich, daß wir uns dieses Phänomen immer wieder bewußt vor Augen führen müssen, um das Erstaunliche darin zu erkennen. Weiter →